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Frauen im STB/Übergeordnete Frauenarbeit
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Im STB halten Mädchen und Frauen mit 65% souverän die Mehrheit. Es ist aber nicht nur die zahlenmäßige Überlegenheit, die Frauen im STB auszeichnet. Als ehrenamtlich Tätige in den verschiedensten Bereichen der Vereine, insbesondere als Übungsleiterinnen, bewältigen sie zumeist zusätzlich zu ihren beruflichen und familiären Pflichten ein immenses Pensum an Arbeit. Sie sind die tragende Säule der fachlichen Arbeit, machen sie doch 84% der lizensierten Übungsleiter/innen aus. Zunehmend gibt es auch Frauen, die selbstbewusst für ihre Interessen einstehen und Führungsarbeit übernehmen. 57% der Turnabteilungen werden bereits von Frauen geführt.
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Allerdings spiegelt sich in den Spitzengremien der Vereine und des Verbands dieser quantitativ hohe Frauenanteil und das unverzichtbare Engagement der Mädchen und Frauen immer noch nicht adäquat wider. Es liegt sicherlich nicht daran, dass es den Frauen an entsprechender Qualifikation fehlt. Vielmehr sind die Ursachen im gesellschaftlichen Rollenverständnis zu suchen. Finanzielle Abhängigkeit, geringe zeitliche Freiräume, einseitige Verantwortung für Haushalt und Familie aber auch typisch weibliche Verhaltensweisen wie z. B. Aufgaben eher im Hintergrund zu suchen, an sich selbst zu hohe Anforderungen zu stellen, sind häufig noch die Hemmschuhe für eine starke Präsenz in den Entscheidungsgremien. Welche Gründe für jede Frau es im einzelnen auch geben mag: In dieser Hinsicht sind alle Verbände, alle Vereine in die Pflicht genommen, eine Veränderung herbeizuführen, ohne allerdings plump die sogenannte "Alibi-Frau" bemühen zu müssen.
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Im Jahr 2000 wurde eine Standortbestimmung zur sog. Übergeordneten Frauenarbeit im STB vorgenommen. Im Ergebnis wurde festgehalten, dass die Funktion der Frauenvertreterin erhalten beiben, das Amt gestärkt werden und mittel- bzw. langfristig konkrete Konzepte zur Förderung, insb. Mitarbeiterinnengewinnung und Öffentlichkeitsarbeit, erstellt werden müssen.
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Zunehmend diskutiert der Verband jedoch die Frage der Frauenförderung im Zusammenhang mit Gender Mainstreaming. Aufgrund gesellschaftlicher Entwicklungen verändert sich das Profil der Frauenvertretung zu einer Aufgabenstellung Richtung Gleichstellung von Frauen und Männern.
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Der STB hat deshalb bereits 1992 einen Frauenförderplan beschlossen, um die Gleichstellung der Frauen auf allen Gebieten von Turnen, Gymnastik und Sport durchsetzen zu helfen. In fast allen Turngauen wurde die Position einer Frauenvertreterin geschaffen. Sie hat die konkrete Aufgabe, Maßnahmen zur Förderung der Mitarbeit und Mitverantwortung von Mädchen und Frauen wie z. B. Initiierung von Weiterbildungsmaßnahmen, Hilfestellung bei Fragen und Problemen, Übernahme von Patenschaften, Durchführung von Frauentagen umzusetzen. Dabei nützt sie auch die Kontakte zu Frauenvertreterinnen anderer Fachverbände, Sportbünde und Institutionen wie Kirche, Gemeinde und Landkreise. Wünschenswert ist, dass sich alle Turngaue den Frauenförderplan zu eigen machen.
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Die übergeordnete Frauenarbeit im STB wird vom STB-Frauenbeirat gesteuert. Die Vorsitzende, Irmgard Quelle, ist Mitglied im STB-Präsidium. In den Turngauen sind die TG-Frauenvertreterinnen für die Frauenarbeit zuständig.
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